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Helle Kinning

Beeinflusst die Welt der Natur das Design der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen?

Author: Helle Kinning, Marketing and distribution support specialist


12th May 2017


In den letzten 10 Jahren haben Elektroautos enorme Fortschritte gemacht. Einst sah man sie lediglich als Transportmittel für diejenigen an, die lieber auf Zweckmäßigkeit verzichten und stattdessen dem Image Vorzug geben, stolzer Besitzer eines Elektroautos zu sein.

Im Jahr 2007 hatten selbst die Elektroauto-Pioniere Tesla Motors noch kein Auto auf den Markt gebracht und die meisten Elektrofahrzeuge waren entweder Milchwägen, Golfwägen oder ein G-Wiz (REVA).

Der heftig kritisierte G-Wiz hatte eine Reichweite von nur 80 Kilometern und eine Ladezeit von acht Stunden, was ihn für die Mehrheit der Bevölkerung einfach zu unpraktisch machte. Im Jahr 2010 wurden gerade einmal 138 Elektroautos in Großbritannien verkauft. Nur wenige Jahre später wurden dagegen in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 bereits mehr als 66.000 Elektrofahrzeuge neu angemeldet. Weltweit wird die Zahl der Elektroautos auf 1,3 Millionen für das Jahr 2016 geschätzt.

Warum ist das Interesse an Elektroautos derart stark angestiegen?

Im Zuge technologischer Neuerungen zur Verbesserung der Zweckmäßigkeit von Elektrofahrzeugen haben sich diese zunehmend zu einer zukunftsfähigen Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor entwickelt, und zwar in dem Maße, dass deutsche Politiker inzwischen die Bundesregierung sowie die EU aufgefordert haben, Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen bis zum Jahr 2030 zu verbieten.

Jeder große Autohersteller weltweit entwickelt derzeit ein Elektroauto oder hat bereits eins entwickelt – inzwischen haben sogar branchenfremde Unternehmen wie Google und Apple eigene Elektrofahrzeuge vorgestellt.

Der Elektrolimousinenhersteller Tesla ist seit der Einführung seines Model S im Jahr 2010 marktführend. Das Fahrzeug besitzt ein dynamisches Styling mit klaren, scharfen Linien sowie ein minimalistisches Interieur, das sich auch im Empfangsbereich eines Bürokomplexes gut machen würde.

Vergangenes Jahr gab es einen regelrechten Boom bei Elektrofahrzeugen und auch Jaguar und Lucid Motors (ein von chinesischen Investoren getragenes Elektroauto-Startup) haben nun ihre eigenen Elektroautos angekündigt. Diese jüngsten Autos können uns einen Einblick gewähren, wie die Zukunft der Elektroautos aussehen könnte.

Wie sieht die Zukunft der Elektroautos aus?

Obwohl der Jaguar I-Pace immer noch in der Konzeptphase steckt, erinnert sein Inneres mit neutralen Sandtönen für das Armaturenbrett und die Sitze sowie rustikalem Holzdekor an Mittelkonsole und Armaturenbrett bereits jetzt an eine schicke Lobby.

Es ist kein Zufall, dass Jaguars Werbeclip in einer Wüstenlandschaft spielt. Die Außenwelt soll ins Innere des Autos fließen und die Barriere zwischen den beiden auflösen. Das Dach verfügt über eine große Glasscheibe, durch die der Innenraum bei Tag mit Licht durchflutet wird und die es den Insassen erlaubt, bei Nacht den Sternenhimmel zu bestaunen.

Automobilhersteller bringen ihre Kunden und Passagiere mit innovativen Methoden zur Verbesserung des Fahrerlebnisses näher an die Natur. Selbst das futuristische Tesla-Design bietet eine hochgezogene Frontscheibe, die bis über den Kopf des Fahrers reicht und somit einen Panoramablick erlaubt.

Lucid Motors, ein Elektroauto-Startup mit Sitz in Kalifornien, hat vor Kurzem sein neuestes Modell, den Lucid Air, vorgestellt, der einige Neuigkeiten zu bieten hat. Die Rücksitze ähneln mit ihrem Holz- und Lederdekor eher der Sitzbank eines luxuriösen Powerboats an der Französischen Riviera.

Parallel zum Bewusstsein um die Gesundheit und den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt steigen auch das Interesse an Elektrofahrzeugen sowie die diesbezüglichen Investitionen von Autoherstellern stetig an. So versteht es sich doch wohl beinahe von selbst, dass diejenigen, die durch ihren Umstieg auf ein Elektrofahrzeug ihrer Verbundenheit zur Umwelt Ausdruck verleihen, das Gefühl haben sollten, durch die Innenraumgestaltung des Fahrzeugs näher an der Natur zu sein.

Angesichts der Milliarden von Euros, die in Elektro- und Konzeptfahrzeuge investiert werden, sowie der Tatsache, dass inzwischen beinahe monatlich neue Fahrzeuge dieser Art dem Markt präsentiert werden, wird es wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis Elektroautos unsere Straßen beherrschen.


24th Mar 2017


Die Luftfahrtindustrie hat in den letzten drei Jahren dank stetig sinkender Treibstoffkosten einen regelrechten Boom erlebt. Dies bedeutete, dass auch Passagiere von günstigen Flugpreisen zu Ihren bevorzugten Reisezielen profitieren konnten.

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat jedoch angekündigt, die Ölproduktion zu reduzieren. Dies hat bereits zu einem Preissprung für Öl auf den höchsten Wert seit Juli 2015 geführt und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch Fluggäste dies in Form gestiegener Ticketpreise zu spüren bekommen werden.

Was bedeutet dies für Flugzeugbauer?

2005 stellte Airbus sein Großraumflugzeug A380 vor, bei dessen Entwicklung eine möglichst hohe Passagierzahl sowie die Senkung der Betriebskosten im Vordergrund standen. Das Flugzeug kam mit einer Vielzahl von Innovationen zum Erhöhen der Passagierkapazität und Einsparen von Gewicht, um so den Fluggesellschaften neue Möglichkeiten zum Senken ihrer Kosten zu bieten. Boeing reagierte in Form des kleineren 787 Dreamliners für weniger Passagiere, jedoch mit mehr Kabinenraum und einem verbesserten Flugerlebnis auf Kurz- bis Mittelstrecken bei gesteigerter Effizienz.

In dem Maß, wie Flugzeughersteller größere Maschinen bauen, fordern auch Fluggäste mehr Platz. Zumindest für Passagiere in der Business und First Class wird dieser Wunsch somit erfüllt.

Airbus baut eine neue Version des A330, der A330neo heißen und 14 Prozent geringere Kosten pro Sitz erlauben wird. Leichtere Verbundwerkstoffe und eine bessere Innenausstattung bedeuten für Hersteller und Airlines geringere Betriebskosten sowie für Passagiere in der Business und First Class ein verbessertes Flugerlebnis.

Angesichts steigender Betriebskosten für die Fluggesellschaften ist es an den Herstellern, effizientere Flugzeuge mit besser ausgestatteten Kabinen für alle Passagiere zu bauen.

Was haben die neuen Flugzeuge zu bieten?

Der neue Airbus A330neo verfügt über ähnliche Merkmale wie sein Konkurrent, die Boeing 787. Selbst in Economy bietet die Maschine rund 45 cm breite Sitze, mehr Beinfreiheit, 66 Prozent mehr Stauraum im Gepäckfach sowie WLAN für alle Passagiere. Passagiere in höheren Beförderungsklassen kommen in den Genuss einer noch besseren Ausstattung, darunter größere Bildschirme und die nächste Generation von On-board-Entertainment.

Bei allen Flotten verhält es jedoch so, dass in der First Class die meisten Innovationen Einzug halten, um so Kunden, die bereit sind, mehr zu zahlen, maximalen Platz bieten zu können.

Emirates und Etihad Airways beabsichtigen, einen Look und ein Reiseerlebnis zu schaffen, die dem eines ultra-luxuriösen Fahrzeugs entsprechen. Exklusiv im Großraumflugzeug A380 bietet Etihad mit The Residence ein regelrechtes „Hotel in den Wolken“. Dazu gehören drei Räume inklusive Schlafzimmer und einem richtigen Badezimmer mit Dusche, was eher wie die Suite eines Luxushotels anmutet als das Innere eines Flugzeugs.

Was bekommen zahlungskräftige Passagiere geboten?

Bei Emirates und Etihad steht in den First Class Suiten Platz an ersten Stelle. Flugzeuginnendesigner haben zahlreiche innovative Möglichkeiten entwickelt, um Platz für ihre wichtigsten Passagiere zu schaffen.
Bei Gulf zählt man auf Luxus, wie zum Beispiel Liegesitze mit vollkommener Privatsphäre und elektrischen Schiebetüren. Drehbare Fernseher und elektrisch ausfahrbare Erfrischungsbars sind nur einige der luxuriösen Ausstattungsmerkmale, die auf Knopfdruck verfügbar sind. Schellackpoliertes Holz und cremefarbene Ledersitze schmücken die First Class Suiten, um Passagieren das Gefühl zu vermitteln, wie es ist, in einem Privatjet zu fliegen.

Für die Zukunft der Luftfahrt setzen Airlines Maßnahmen zum Einsparen von Gewicht um und versuchen, den persönlichen Platz für Fluggäste in allen Bereichen der Kabine zu vergrößern. Pro 10 kg Gewichtsreduzierung können ca. 10 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden*. Daher müssen die Flugzeuge der Zukunft im Hinblick auf eine bessere Treibstoffeffizienz konzipiert werden, ohne dabei den Komfort der Fluggäste zu beschneiden – eine Herausforderung für alle Beteiligten.

*IATA Factsheet Nov. 2016.
http://www.iata.org/pressroom/facts_figures/fact_sheets/Documents/fact-sheet-climate-change.pdf

Helle Kinning

Neues Jahr...Neue Menschen...Neue Herausforderungen

Author: Helle Kinning, Marketing and distribution support specialist


15th Feb 2017


Der Jahreswechsel bringt oft Veränderungen und gute Vorsätze mit sich. Eine Tür schließt sich, während sich eine andere auftut.

Nach 40 Jahren treuer Dienste hat sich unser Distribution Engineering Manager John Whittlesea schweren Herzens dazu entschlossen, seinen Job „an den Nagel zu hängen“ (oder sollte es nicht besser „Schienen“ heißen? ) und in seinen wohlverdienten Ruhestand zu gehen.

Dies bedeutet, dass nun jemand anderes sich der Herausforderung stellen muss, diese interessante und anspruchsvolle Rolle zur Unterstützung unseres europäischen Vertriebsnetzes zu übernehmen.

Hören wir uns an, was Stefan Herchenreder zu sagen hat.

HK: Herzlich willkommen im Vertriebsteam, Stefan! Sie sind kein absoluter Neuling bei Accuride, oder?


SH: Nein, ich bin schon seit fast 13 Jahren bei Accuride.

Ich habe hier angefangen, als Accuride seine Fühler erstmals in den Automobilbereich ausstreckte.

Davor war ich in der Automobilindustrie tätig gewesen, sowohl für einen OEM-Hersteller als auch für Full-Service-Anbieter. Dadurch konnte ich reichlich Erfahrung für meine Tätigkeit im Design und Projekt-Engineering bei Accuride sammeln.

HK: Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Position am meisten?


SH: Ich würde sagen, dass ich mich auf die Vielfalt freue, die diese neue Herausforderung an mich stellen wird. Technische Anfragen von Kunden und Vertriebspartnern oder die Entdeckung der breiten Palette an Anwendungsmöglichkeiten, in denen unsere Schienen zum Einsatz kommen.

Zudem habe ich jetzt auch ein tolles Team, mit dem ich zusammenarbeiten werde bei der Konzeption, Entwicklung und Erprobung neuer Produkte für unsere Vertriebsabteilung.

HK: Im Rahmen Ihrer vorherigen Tätigkeit haben Sie Produkte entwickelt, die heute Teil unseres Quick Ship-Programms sind, darunter die 0116RC und der Verriegelungsgriff. Woher beziehen Sie Ihre Inspiration?


SH: Oh, der Lob dafür gebührt nicht mir allein! Das Ganze beginnt meist damit, dass ein Kunde oder Kollege etwas in der Art sagt wie „Ich wünschte, wir hätten eine...“ oder „Wäre es nicht toll, wir hätten ein...“.

Das bringt die kreativen Säfte zum Fließen... darauf folgen Entwicklung, Kunden-Input und Feedback... bis schließlich das neue Produkt fertig ist.

Die 0116RC war anfangs lediglich mein „Hobby-Projekt“ zur Entwicklung einer besonders stark belastbaren Linearführung mit Kugelumlaufwagen – etwas, woran ich zwischen anderen Projekten arbeitete.



Als AXIS Entrance Systems dann auf uns zukamen und nach einer möglichst einfachen Lösung für die Türen im neuen Alder Hey Kinderkrankenhaus in Liverpool anfragten, wurde das Hobby-Projekt flugs für dieses Projekt angepasst. Und mit ein paar zusätzlichen Modifikationen wurde die Schiene schließlich in unser Sortiment übernommen.

HK: Wenn Sie in die Zukunft sehen könnten, welche neuen Trends würden Sie dann vorhersagen?

SH: Ich würde voraussagen, dass der Trend zunehmend in Richtung Schienen mit Kugelumlaufwagen geht. Diese Schienen bieten den Vorteil, dass sie hinsichtlich Länge weitaus flexibler sind.



Im Gegensatz zu herkömmlichen Schienen, deren Länge und Hubweg durch die Länge der jeweiligen Schiene und die Kugelkäfige vorgegeben sind, wird der Hubweg bei Schienen mit Kugelumlauf alleine durch die Länge der Schienen bestimmt, auf denen sich der Wagen bewegt. Darüber hinaus können mehrere Schienen für größere Schienenlängen miteinander verbunden werden.

Etwas allgemeiner (und auf die Gefahr hin, etwas altersklug zu erscheinen) würde ich zudem voraussagen, dass wir in den nächsten Jahren auch viel mehr Interaktion sehen werden zwischen... naja... so ziemlich allem!

Das „Internet der Dinge“ scheint einen regelrechten Schneeballeffekt ausgelöst zu haben. Mit Smartphones und nun auch Smartwatches können Menschen heutzutage jederzeit und sofort auf das Internet zugreifen. Technologie, die vormals mehr als tausend Euro kostete, gibt es heute an jeder Tankstelle für kleines Geld. In dem Maße, in dem diese Geräte günstiger und intelligenter werden, lassen sie sich auch einfacher bedienen. Je mehr Menschen sie haben, desto mehr Ideen entstehen. Aber auch die Erwartungen werden immer größer.

Vor ein paar Jahren noch bedeutet Internet meist einfach nur ein Kabel, das am PC angeschlossen war und über das man E-Mails versenden und nach Informationen suchen konnte. Heute versorgt es über WLAN den Fernseher mit Inhalten, steuert den Heizungsthermostaten und schaltet sogar die Kaffeemaschine ein, während man noch auf dem Nachhauseweg ist. Sie können sehen, wo im Stadtzentrum es leere Parkplätze gibt, aktuelle Gesundheitsdaten in Echtzeit an Ihren Arzt senden, verfolgen, wo Ihre Katze sich herumtreibt, und Ihr Kühlschrank kann sogar selbstständig online einkaufen!



Hmmm... ob es wohl möglich wäre, eine kugelgelagerte Auszugsschiene mit dem Internet zu verbinden?

HK: Vielleicht wird das ja Ihre nächste Erfindung! Wir wünschen Stefan viel Glück und freuen uns bereits auf neue und spannende Entwicklungen von seinem Team!


Accuride – immer in Bewegung…


10th Jan 2017


Es sieht so aus, als ob die 3D-Drucktechnologie die Fertigungsindustrie revolutionieren und ein neues Zeitalter der Effizienz einläuten könnte.

Eine deutliche Senkung der Preise für 3D-Drucker und das nötige Zubehör ermöglicht nun auch vielen kleineren Unternehmen den Zugang zu dieser Technologie, die sich bislang nur finanzstarke Großunternehmen leisten konnten. 2014 prognostizierte der Wohlers Report einen Umsatzanstieg von $3,07 Milliarden in 2013 auf $12,8 Milliarden US-Dollar in 2018 (laut dem diesjährigen Bericht wurde in 2015 bereits die $5-Milliarden-Marke überschritten).

Kosteneinsparungen

Die ursprünglich für Prototyping und Designprojekte vorgesehene Technologie erlaubt inzwischen die Produktion strukturell sicherer Teile durch additive Fertigung. Unternehmen können somit den 3D-Druck für weitaus mehr als nur Designzwecke nutzen und dabei auch noch von drastischen Kosteneinsparungen profitieren.

Chefdesigner Paul Doe des Design- und Entwicklungsberaters für den Motorsport Prodrive erklärte gegenüber Computer Weekly.com: „Wir sind in der Lage, Formen zu bauen, die mit Spritzguss oder Schmiedeverfahren einfach nicht möglich sind – Teile, die sich ausschließlich mit Hilfe der additiven Fertigung herstellen lassen. So können wir einerseits Fixkosten vermeiden, andererseits fällt keine Lagerhaltung an, da wir Teile auf Anfrage produzieren können.“ Bei einem einzigen Autoprojekt konnten dank 3D-Druck Kosteneinsparungen von 80.000 Pfund Sterling erzielt werden.

Vor allem spezialisiertere Branchen profitieren durch eine schnellere Produktion. Wo komplizierte Einzelteile vormals Vorlaufzeiten von mehreren Wochen oder gar Monaten erforderten, können diese Teile nun im eigenen Haus innerhalb nur weniger Stunden produziert werden.

Accuride nutzt 3D-Druck für die Produktentwicklung

Für die Konstrukteure von Accuride hat der 3D-Druck enorme Veränderungen bei der Produktentwicklung mit sich gebracht. Dank der relativ geringen Kosten zum Herstellen eines Prototyps können sie nun experimentieren und ihre Ideen testen, bevor Sie sich für ein endgültiges Design entscheiden. Dies wirkt sich zudem positiv auf das Endprodukt aus und bringt darüber hinaus auch für den Kunden Vorteile, da dieser die bestmögliche Lösung erhält.

Neue Möglichkeiten mit neuen Materialien

Neue Filamente erhöhen kontinuierlich die Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung und dank der jüngsten Entwicklungen können nun bereits günstigere 3D-Drucker Metallmodelle herstellen.
Metallfilamente mit Kunststoff bieten spannende Möglichkeiten für kleinere Unternehmen. Messing- und Kupferfilamente sind bereits verfügbar und in Zukunft wird es wohl bald auch möglich sein, Nickel-, Keramik- und sogar Glasmodelle im 3D-Druckverfahren herzustellen.

Unlängst meldete 3M ein Patent für eine neue Art der 3D-Drucktechnologie an, die zur Herstellung von Kunststoffen auf Fluorchlorkohlenwasserstoffbasis (auch Fluorpolymere genannt) führen könnte, welche in nahezu allem zum Einsatz kommen, von der Luft- und Raumfahrttechnologie über die Rüstungsindustrie bis hin zu antihaftbeschichteten Kochflächen.

Die Zukunft der Fertigungsindustrie

Bei der Herstellung kleiner Stückzahlen hat die additive Fertigung bereits Einzug gehalten. In Märkten mit hohen Fertigungsvolumen und regelmäßiger Produktion steht der Durchbruch jedoch noch aus. Erfolgreich eingesetzt wird die neue Technologie zum Beispiel bei der Herstellung von Baugruppen, Werkzeugen oder Spannvorrichtungen, wo Unternehmen von enormen Kosteneinsparungen und stark verkürzten Vorlaufzeiten profitieren.

Einige führende Unternehmen stehen der neuen 3D-Drucktechnologie durchaus aufgeschlossen gegenüber. So setzen Bauunternehmen die additive Fertigung für die Herstellung modularer Komponenten und gar Inspektions- und Überwachungsdrohnen ein. Größe war bislang ein limitierender Faktor. Nun aber hat Stratasys ein Gerät vorgestellt, das auf einer vertikalen Ebene druckt, was laut Aussagen des Unternehmens eine praktisch unbegrenzte Bauteilgröße zulässt.

Unternehmen und Fertigungswerke weltweit heben die additive Fertigung auf die nächste Stufe. Die „Factory 2050“ der Universität Sheffield wurde mit dem Ziel errichtet, hochwertige Fertigungsprozesse mit kurzen Zyklus- sowie geringen Ausfallzeiten zu entwickeln.

2050 sowie ähnliche Einrichtungen profitieren darüber hinaus auch von neuen Standards, welche Wachstum in der Industrie fördern und auch überhaupt erst ermöglichen. Vor kurzem erst hat ASTM International die chemischen und mechanischen Anforderungen für den 3D-Druck von rostfreien Stahllegierungen beschrieben.

Es ist interessant zu beobachten, wie große OEMs, insbesondere in der Automobilbranche, die Führung hinsichtlich Experimentieren und Investieren in diese neue Technologie übernehmen.

Das 3D-Druck-Startup Carbon konnte GE, BMW und Nikon als strategische Investoren gewinnen. Im Rahmen dieser Kooperation hat BMW inzwischen bereits rund 10.000 Teile mit Carbon-Geräten produziert, vor allem für seine Minis in Deutschland.

Peugeot plant eine Partnerschaft mit Divergent 3D, einem US-amerikanischen Unternehmen, das im letzten Jahr sein „Supercar“ präsentierte, ein Fahrzeug, dessen Teile gänzlich mit 3D-Druckern hergestellt wurden. Der französische Autohersteller verkündete, dass er mit der Divergent Technologie zunächst einmal Prototypen herstellen wolle, um dann später zu erforschen, wie man die neue Technologie auch auf die reguläre Produktion übertragen könne.

Honda hat für die Herstellung der Außenseite seines kleinen Elektroautos MC-B einen 3D-Drucker verwendet und bei Ford sieht man eine der unmittelbaren Anwendungsmöglichkeiten derzeit im Bereich der Werkzeugbauten.

Kann die additive Fertigung in einer von Vordenkern bestimmten Industrie, in welcher nur der Himmel die Grenze ist, Fertigungsprozesse, so wie wir sie kennen, verdrängen und ersetzen? Im Moment scheint dies aufgrund der Dauer, die das Drucken eines jeden Teils benötigt, eher unwahrscheinlich. Doch angesichts der enormen Geschwindigkeit, mit der Entwicklungen hier voranschreiten, können wir das Potenzial dieser Technologie nicht völlig von der Hand weisen.


Weitere Informationen von Nikkei Technolog, EPPM, Financial Times

Photo credit:<a href='http://www.freepik.com/free-photo/printing-a-red-car_870374.htm'>Designed by Freepik</a>


5th Dec 2016


Tablets werden immer leistungsstärker, Fernseher bieten immer mehr Funktionalitäten und mit unseren Handys können wir auf eine schier ungeheuere Vielzahl von Apps zugreifen.

In einer Welt, in der ein Smartphone den einfachsten Weg zur Kommunikation mit einem Zielmarkt darstellt und man alles ganz bequem von zu Hause aus und in HD-Qualität betrachten kann, ist das Design von Verkaufsräumen wichtiger denn je.

Die Anzahl der Verbraucher, die e-Commerce-Seiten besuchen, um dort die von ihnen gesuchten Produkte einzukaufen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies stellt eine zusätzliche Konkurrenz für herkömmliche Ladengeschäfte dar, die darum bemüht sind, Kunden in ihre Läden zu locken und zum Einkaufen zu animieren.

Worum geht es?

Die Gestaltung eines Schaufensters oder von Verkaufsräumen kann Verbraucher auf eine Art und Weise ansprechen, wie es kein Smartphone vermag – mit einer persönlichen Note und einem positiven Einkaufserlebnis. Es geht nicht mehr nur einfach um den Verkauf von Produkten – es geht darum, den Verbraucher neugierig zu machen und zu informieren.


Von Werbung über Layout und Beleuchtung bis hin zur Einrichtung kann Retail Design unzählige Formen annehmen, von denen jedoch jede einen wichtigen Aspekt darstellt, um den Verbraucher auf sich aufmerksam zu machen, damit er letztendlich das Produkt kauft.

Warum ist dies wichtig?

Retail Design stellt sozusagen eine „erweiterte“ Marketing-Möglichkeit dar. Das Design ist nicht nur dazu da, den Verbraucher zum Kauf zu bewegen, sondern es stellt eine Gelegenheit dar, die Marke zu verkaufen und dem Verbraucher ein Erlebnis zu bieten, das seinen Erwartungen entspricht.

Im Durchschnitt dauert es etwa 8 Sekunden, an einem Geschäft vorbei zu gehen, wobei gerade einmal 4 Sekunden bleiben, um die Aufmerksamkeit des Verbrauchers zu gewinnen und ihn so dazu zu bewegen, den Laden zu betreten. Relevanz ist ein entscheidender Faktor für effektives Retail Design. Das Design muss den Verbraucher ansprechen – es muss seine Wünsche widerspiegeln. Wenn das Design erfolgreich ist, dann bekommt die Marke eine Möglichkeit, ihre „Geschichte zu erzählen“ und eine klare, deutliche Botschaft zu vermitteln.

Laut einer Umfrage von Harris Interactive, wären 86% der Erwachsenen bereit, für ein besseres Kundenerlebnis mehr zu bezahlen. Kundenservice sollte jedoch mehr als nur eine freundliche Begrüßung an der Eingangstür sein. Gibt man das emotionale Erlebnis dazu, das gut gestaltete Verkaufsräume mit sich bringen, und schon gehen Sie eine für beiderseits vorteilhafte Beziehung mit dem Kunden ein.

Es geht jedoch nicht nur darum, das Interesse des Verbrauchers zu wecken – gutes Retail Design erhöht nachweislich eine langfristige Personalbindung sowie Produktivität am Arbeitsplatz.
Ladengeschäfte spielen zudem eine wichtige Rolle in unserer sozialen Infrastruktur. Einst pulsierende Einkaufsstraßen waren vormals ein Zentrum sozialer Interaktion, die jedoch verloren geht, wenn immer weniger Verbraucher dort einkaufen gehen und stattdessen online shoppen.

Christian Davies, Executive Creative Director Americas at Fitch, sagt: „Die Welt des experimentellen Design stand noch nie vor einer größeren Herausforderung, hatte dabei aber auch noch nie größere Möglichkeiten.“

Wer zeichnet sich durch kreatives und innovatives Retail Design aus?

IKEA nimmt hinsichtlich der Gestaltung seiner Verkaufsflächen eine einzigartige Position ein. Der Anbieter günstiger Möbel und Einrichtungsaccessoires legt seine Läden in Form eines Labyrinths an. Kunden verbringen somit viel Zeit im Laden und lassen sich dadurch eher zu einem Spontankauf hinreißen, da sie in dieser One-Stop-Umgebung nicht zu einem Produkt zurück gehen wollen, was wiederum dazu beiträgt, dass sie Kaufentscheidungen eher aus dem Bauch heraus treffen als normalerweise.

Dieses Modell brachte IKEA 2014 einen Anstieg seines Nettogewinns um 5,5% ein und im darauf folgenden Jahr erzielt das schwedische Einrichtungshaus einen weltweiten Gewinn in Höhe von € 2,5 Mrd.

Für ein weiteres Beispiel für „relevantes Design“ braucht man nur einen Blick in die Apple Stores zu werfen. Die Einfachheit des Designs mit klaren Linien, neutralen Farben und Freiflächen spiegeln das Aussehen und die Funktionalität der Produkte wieder. Umweltfaktoren sind ein wichtiger Teil des Designprozesses, indem sie die Umgebung zum Schaffen einer einheitlichen Botschaft durch ihre Marke mit einbeziehen.

Angesichts der Tatsache, dass ein ständig wachsender Online-Einzelhandel einst pulsierenden und geschäftigen Einkaufsstraßen zunehmend zu schaffen macht, ist es für Einzelhändler wichtiger denn je, ein starkes und inspirierendes Design zu entwickeln, dass die Verbraucher in ihre Läden lockt und zum Einkaufen animiert.

What.How.When.

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