Design für kleine Wohnräume

picture of micro apartments and the use of slides in these apartments to save space.
Helle Kinning
DoorHelle Kinning,EMEA Marketing Manager
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Der stetig wachsende Bedarf an Wohnraum bereitet in ganz Großbritannien zunehmend Sorge. Es wird geschätzt, dass alleine in Großbritannien jedes Jahr über 250.000 Wohnungen benötigt werden, um mit dieser Nachfrage Schritt halten zu können. Wohnungsbauunternehmen stehen deshalb unter hohem Druck, rasch neue Wohnhäuser zu errichten.

Während Wohnraumentwickler nach innovativen Wegen suchen, um diesem Bedarf vor allem in bereits bebauten Stadtgebieten gerecht zu werden, wird „intelligentes Wohnen“ immer beliebter – ein Konzept, um das Wohnen in den eigenen vier Wänden effizienter, kontrollierbarer, wirtschaftlicher, produktiver, integrierter und nachhaltiger zu gestalten. Dieses neue Wohnkonzept bietet den Bewohnern bedeutend weniger Platz als bisherige Neubauten, ist dafür aber sehr anpassungsfähig.

Mikrowohnungen immer beliebter

Es lässt sich ein dramatischer Anstieg beim Bau von Mikrowohnungen beobachten, vor allem dort, wo Baugrund rar und somit teuer ist. Vor fünf Jahren war der Begriff „Mikrowohnung“ noch weitestgehend unbekannt. Heutzutage schießen sie jedoch in so gut wie allen größeren Städten weltweit wie Pilze aus dem Boden.

Der Begriff „Mikrowohnung“ mag zwar neu sein, wird jedoch gerne als moderne Variante des „möblierten Zimmers“ verstanden. Möblierte Zimmer bzw. Studio-Wohnungen bestehen in der Regel aus einem einzigen Raum und sind für Menschen mit niedrigem Einkommen sowie Studenten konzipiert. Der Komfort fällt somit eher einfach aus – jedoch zu einem erschwinglichen Preis.

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In Großstädten wie London ist eine Monatsmiete von stolzen 3.000 Pfund für eine sehr einfach ausgestattete Ein-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt gang und gäbe. Für Berufseinsteiger, die nicht in einer WG wohnen wollen, besteht die einzige Alternative meist darin, in erschwinglichere Wohngegenden zu ziehen und in die Arbeit zu pendeln. Infolgedessen steigen die Mietpreise entlang dieser Transportkorridore zunehmend an.

In dem Maße, in dem die Immobilienpreise in den Innenstädten ansteigen, gehen auch die Mietpreise in die Höhe. Vermieter und Wohnungsbauunternehmen haben inzwischen das Gewinnpotenzial von kleinen Luxuswohnungen in den Stadtzentren erkannt. Durch innovative Lösungen und Einfallsreichtum können sperrige Möbel sowie andere Einrichtungsgegenstände neu und platzoptimiert gestaltet werden, um Mietern somit eine sehr viel größer wirkende Wohnung zu bieten.

Bieten diese Wohnungen genügend Lebensraum?

Laut dem Bericht Case for Space* der britischen Architektenkammer RIBA sollte bei Neubauten mehr Wert auf Wohnraum und Komfort gelegt werden, anstatt wie bisher alleine auf die Erfüllung von Grundbedürfnissen. Die durchschnittliche Größe einer Neubauwohnung in Großbritannien entspricht derzeit gerade einmal 92% der empfohlenen Mindestgröße.

Zudem wurde festgestellt, dass Neubauten zwei der drei wichtigsten Anforderungen von Hauskäufern nicht erfüllen: ausreichende Innen- und Außenbereiche. Über 48% der Befragten sagten, dass sie nicht genug Platz hätten, um Freunde zu sich nach Hause einzuladen. Diese Wohnungen haben also nicht nur soziale Auswirkungen, sondern auch einen negativen Effekt auf Gesundheit und Bildung.

Diese Zahlen sind repräsentativ für den britischen Wohnungskaufmarkt – die Neubauwohnungen unserer europäischen Nachbarn sind im Vergleich 80% größer als in Großbritannien.

Lösungen zur Wohnraumoptimierung

Mit innovativen Designlösungen kann alles von versteckten Küchen bis hin zu überraschend geräumigen Aufbewahrungsmöglichkeiten clever in Wohnungen integriert werden, um so zu gewährleisten, dass es diesen kompakten Wohnungen an nichts fehlt.

Schiebetüren sorgen dafür, dass der bei herkömmlichen Flügeltüren verschwendete Raum nicht verloren geht. Raumteiler, die zusätzlich als Regale verwendet werden können, sowie die effiziente Nutzung vertikalen Raums können ebenfalls dazu beitragen, deutlich mehr Wohnraum zu schaffen.

In der in Großbritannien sehr beliebten TV-Serie namens „George Clarke's Amazing Spaces“ werden äußerst geniale Lösungen vorgestellt, wie Menschen dieses Konzept des „intelligenten Wohnens“ bei sich zu Hause sinnvoll umsetzen. Die Sendung hat somit neue Sichtweisen auf das Leben in kleinen und erschwinglichen Wohnungen geschaffen.

Fazit

Dank innovativem Design werden kleine Wohnräume mithilfe von Schiebeelementen leicht anpassbar. Dennoch ist eine praktische „Alltags“-Lösung für den Wunsch nach genügend Wohnraum nach wie vor ein wichtiges Thema.

*https://www.architecture.com/files/ribaholdings/policyandinternationalrelations/homewise/caseforspace.pdf

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