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Fallstudien

Schiebetüren schaffen Licht und Platz in neuem Kinderkrankenhaus

Weckt die Einlieferung in ein Krankenhaus schon bei Erwachsenen keine guten Assoziationen, so ist dies für Kinder eine wahre Horrorvorstellung. Die Eltern geben dieses unangenehme Gefühl an ihre Kinder weiter und die Angst vor dem Unbekannten sowie davor, weit weg von zu Hause zu sein, tragen ihr Übriges bei.

Bei der Gestaltung des brandneuen Alder Hey in the Park Kinderkrankenhauses führte der staatliche britische Gesundheitsservice NHS eine seiner bislang umfangreichsten öffentlichen Befragungen durch, um die Meinung von Tausenden von Familien einzuholen.

Das Ergebnis ist ein Krankenhaus, dessen Design von Kindern für Kinder inspiriert ist.

Das Gebäude liegt inmitten einer grünen Parklandschaft und Kinder sagten, dass sie gerne Zugang dazu hätten. Außerdem wollten sie Stationen, die mehr wie ihre Zimmer zu Hause sein sollten.

Das Krankenhaus besitzt zu 75 % Einzelzimmer mit eigenem Bad sowie Zimmer für die Eltern beziehungsweise Klappbetten neben denen der Kinder. Vor allem Jugendliche baten einerseits um Privatsphäre, andererseits jedoch auch um die Möglichkeit, sich mit Freunden treffen zu können.

Extragroße Glasschiebetüren

Diese Wünsche nach Licht, Raum und Flexibilität konnten durch die Installation extragroßer Glasschiebetüren erfüllt werden, welche die Räumlichkeiten „offener“ erscheinen lassen. Jalousien sorgen dagegeben für zusätzliche Privatsphäre.

Die technischen Spezifikationen der Türen stellten mehrere Probleme für die Türlieferanten dar.

Die großen Doppelglasscheiben mussten zwecks Sicherheit ausreichend dick sein und die Türrahmen demnach entsprechend robust.

Die neuen Türen würden also ziemlich massiv ausfallen. Die Spezifikationen erforderten jedoch auch eine geringe Bewegungskraft, um die Türen für Personal und Patienten leicht und einfach in der Bedienung zu machen.

Axis Automatic Entrance Systems Limited wandte sich mit einer technischen Beschreibung für ein Türschienensystem, auf dem diese extragroßen und schweren Türen leicht gleiten würden, an Accuride.

Rob Brunero von Axis Automatic Entrance Systems Limited erklärt:

Da wir wussten, über welch umfassende Erfahrung mit Gleitscheinen Accuride verfügt, haben wir uns mit unserem Dilemma an sie gewandt, eine extragroße, manuelle Schiebetür mit einem Gewicht von bis zu 180 kg zu produzieren, die darüber hinaus auch noch problemlos von einem kleinen Kind bedient werden kann.

Das Team von Accuride schlug eine Lösung vor, woraufhin wir gemeinsam an der Entwicklung geeigneter Komponenten arbeiteten. Nach ein paar Monaten der kontinuierlichen Entwicklung und Herstellung von Prototypen konnten wir unserem Kunden ein Produkt anbieten, das nicht nur seinen Anforderungen entsprach, sondern diese hinsichtlich einiger Aspekte sogar übertraf. Inzwischen haben wir nun mehr als 200 Türen in verschiedenen Konfigurationen erfolgreich installiert und das Feedback vonseiten des Kunden ist außergewöhnlich gut. Dank Accurides technischer Fähigkeiten sowie deren kontinuierlicher Unterstützung ist ein Kindertraum Wirklichkeit geworden.

Beschläge für extragroße, schwere Schiebetüren

Accurides technisches Designteam arbeitete zu dem Zeitpunkt an einer Aluminiumschiene mit Kugelumlaufwagen, die sich als mögliche Lösung anzubieten schien.

Kugelumlaufwagen befinden sich in einer Aluminiumschiene und die Türen hängen an verstellbaren Halterungen. Durch das Ersetzen der üblichen Türrollensysteme konnten wir den Reibungswiderstand der Schiene verringern.

Mit diesem System wurde die Anforderung hinsichtlich einer Bewegungskraft von unter 20 N für Türen mit einem Gewicht von 180 kg leicht erreicht.

Um ein lautes Anschlagen der Tür beim Öffnen und Schließen zu verhindern, wurde die Schiene zudem mit Dämpfern versehen.

Es ist jedoch nicht nur die Montage wichtig, sondern auch die Möglichkeit, laufende Wartungsarbeiten rasch durchzuführen. Beispielsweise wünschte Axis die Lieferung der Umlaufwagen auf 200 mm langen Schienenabschnitten, die man dann nur noch an die Enden der langen Türschienen anbringen musste. Die Umlaufwagen und Dämpfer lassen sich durch Abnehmen dieser 200 mm langen Abschnitte entfernen und gegebenenfalls ersetzen.

Darüber hinaus musste die Verkleidung der Schiene für Wartungsarbeiten entfernt werden. Eine einfache Änderung am Stützbalken erlaubt es nun, die Verkleidung anzuheben und in horizontaler Position festzuklicken, um so ungehinderten Zugang zur Schiene und allen beweglichen Teile zu erhalten.

Sowohl Accuride wie auch Axis konnten alle Termine hinsichtlich Fertigung und Montage einhalten und Axis wurde für das Alder Hey Türprojekt sogar der Laing O'Rourke Northern Innovation Award verliehen.

Die Zusammenarbeit mit einem Experten für die Fertigung und den Einbau von Türen hat Accurides Konstrukteuren einen echten Einblick in die Probleme gewährt, die mit solchen großen und schweren Türen einhergehen.

„Als Ingenieur begeistert mich das Lösen von Problemen“, sagt Peter Bayles, European Director of Engineering bei Accuride, „und dieses Projekt stellte eine ganz besondere Herausforderung dar. Accuride ist bekannt als Designer und Hersteller von Teleskopschienen. Somit war das Entwickeln einer Linearführung für Schiebetüren etwas gänzlich Neues für uns. Meine Produktdesigner sind jedoch Experten für Schienensysteme und so konnten wir Schienen mit Umlaufwagen an diese Anwendung anpassen, indem wir eine verstellbare Halterung entwickelten, die zwischen der Schiene und der Tür sitzt.“

Neben einer Lösung, die wir nun auch anderen OEM-Herstellern für Türen anbieten können, konnten wir darüber hinaus auch einen Standardmontagesatz entwickeln, den wir nun durch unsere Vertriebspartner anbieten. Die Schiene (DA0116RC) sowie alle Komponenten sind zwecks maximaler Flexibilität separat erhältlich.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren regionalen Vertriebspartner oder Händler vor Ort.

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